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Sanierungsabschnitte

Die umfangreichen Maßnahmen zur Sanierung sind – wie aus der Zeichnung hervorgeht – in Abschnitte unterteilt, deren Realisierung sich über mehrere Jahre erstrecken wird.

Im Jahr 2001 beginnt die Rettung des Gebäudes mit der statischen Notsicherung des Treppenturmes 1 an der Südseite: Der bleigedeckte Giebel drohte auf den Gehweg zu stürzen.

Der Treppenturm 1 und die direkt angrenzenden Bereiche werden im Jahr 2002 saniert.

Ein Gutachten über die Schäden an Fundamenten, Fachwerkkonstruktion und Dach und ein Sanierungsplan werden 2003 erarbeitet. Ergebnisse: vier Bauabschnitte mit diversen Finanzierungsabschnitten, verteilt auf mindestens 10 Jahre! Kosten: 10 Millionen €.

Der Einstieg in den 1. Finanzierungsabschnitt von Bauabschnitt 1 gelingt 2004: Da die Kunstwerke des Altarbereiches besonders gefährdet sind, beginnen wir mit der Fassade zwischen den beiden nördlichen Treppentürmen, dem östlichen Treppenturm der Nordseite und dem gesamten Ostgiebel.

Im Laternenbereich (Schallöffnungen) von Turm und Dachreiter macht der marode Zustand der acht tragenden Stiele (Pfosten) unverzügliches Handeln erforderlich; deshalb werden sie noch im Winter 2004 mit dicken Hölzern abgestützt.

2005: Der östliche Teil der Südseite mit Fenstern, dem Heizungsraum und dem Dachabschnitt ab Treppenturm 1, sowie der untere Dachabschnitt der schon geretteten Nordseite werden saniert (BA 1.2).

2006: Der obere Dachabschnitt zwischen Treppenturm 5 und 4, der Treppenturm 4 mit Elektroanlage und Brandmeldeanlage für die gesamte Kirche, die Fassade bis zum Haupteingang mit allen Fenstern und Türen, der 3. Anstrich für BA 1.2 können saniert werden. Um das ursprüngliche theologische Programm wieder erfahrbar zu machen, wird die Bekrönung auf der Ostseite als 3. Wetterfahne „Heiliger Geist“ erneuert.

Noch im September 2006 muss der Glockenturm durch Schwungsteifen notabgestützt werden.

2007: Als „kleine“ Sanierungsmaßnahme wird der Treppenturm 2 auf der Südseite, dessen Giebel sich nun auch in Bewegung gesetzt hat, bearbeitet.

2007/ 2008 Aufgrund der zunehmenden Instabilität muss mit dem Abbau des Glockenturmes früher als im ursprünglichen Sanierungsplan vorgesehen bereits im Novemberr 2007 begonnen werden. Der Wiederaufbau des Turmes geschieht in kürzester Bauzeit 2008. Für die Sanierungsarbeiten sind 2,45 Millionen € erforderlich.

2009 Sanierung des Uhrenturmes (Dachreiter) mit Gauben und umgebenden Dachflächen. Wiederherstellung der ursprünglichen Fensterform und Zahl (12 Apostel): Kosten 1,61 Millionen Euro.

2010 Das "hohe Dach" - Bauabschnitt 2.2 - an der Süd- und Nordseite wird saniert. Dazu gehören: die Überarbeitung und Verstärkung der maroden und partiell geschwächten Decken- und Dachverbandshölzer, die Neueindeckung der großen Hauptdachflächen mit Blei, die Schaffung eines durchgehenden durchlüfteten Firstes, neue Rinnen, Fallrohre und Schneefänge, die Erneuerung der 4 Gauben, der maroden Fensterbänder und deren Verbretterung, das kleine Dach zwischen den Treppenhäusern 3 und 4 und auch das Treppenhaus 3 (Haupteingang) Geschätzte Kosten: 1,59 Millionen Euro.