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Geschichte und Profil

Als in der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts die Braunschweiger Herzöge den Bergbau auf dem Oberharz als Quelle der Staatsfinanzen wieder beleben wollten und dazu Bergleute vor allem aus dem Erzgebirge anwarben, ließen sich diese als Bedingung für ihre Ansiedlung neben manchen anderen „Bergfreiheiten“ ausdrücklich zusichern, dass sie ihren lutherischen Glauben beibehalten und weiter praktizieren dürften; selbst Herzog Heinrich der Jüngere, der ansonsten in seinen Landen energisch die Gegenreformation förderte, musste sich zu diesem Einverständnis bequemen. Mit der Stadtgemeinde entstand so wie in den anderen sechs freien Bergstädten des Oberharzes auch in Clausthal eine Kirchengemeinde lutherischen Bekenntnisses, noch im 16. Jahrhundert wurden die erste „Marktkirche“ errichtet.

Bis heute wirken die aus dieser Entstehungsgeschichte resultierenden Traditionen der Berg- und der Hüttenleute sowie des Forst-, Fuhrmanns- und Hirtenwesens in unserer Gemeinde in vielfältiger Weise fort. Auch der weit über die Region hinausreichende Aufgabenbereich des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie und die aus der Bergakademie hervor-gegangene Technische Universität Clausthal mit ihrer starken internationalen Ausrichtung sind prägend für das Gemeindeleben. Wesentliche Akzente werden zudem durch den Tourismus gesetzt, der seine Grundlage findet in der attraktiven Landschaft des Harzes mit den darin eingebetteten Zeugnissen einer bedeutenden historischen Entwicklung.

Mit der Kirchengemeinde Clausthal verbunden ist die Kapellengemeinde Buntenbock, enge Kontakte bestehen zur Evangelischen Studentengemeinde an der TU.